WC_2013_Ruhpolding 005 (2)_(Bildquelle Siegi Huber)Im Langlaufsport macht dem Anton Plenk aus Ruhpolding kaum jemand etwas vor. Der mittlerweile 82-jährige gehörte zur bekannten Ski-Firma Plenk in der Gemeinde und war 1965 einer die Initiatoren des Silvesterlaufes im Skiwandern. Eine Veranstaltung die sich immerhin 25 Jahre lang als fester Bestandteil im Sportkalender gehalten hat. Bis zu 1.200 Teilnehmer sind zu dem Event jeweils gekommen. Zeitnahme gab es keine: im Ziel angekommen, mussten die Teilnehmer an der Stempeluhr ihre Karte abstempeln lassen.
Deswegen freut sich der Anton Plenk auch, dass im Januar 2015 mit der Chiemgau Team Trophy die Veranstaltung, wenn auch in anderer Form, wiederbelebt wird. „Ich drücke den Veranstaltern die Daumen, dass es was wird“, sagt Plenk. Ziel der Team Trophy ist, wie damals auch,  Reit im Winkl. Natürlich habe sich in den vergangenen 50 Jahren im 1963-Volkslauf ab Ampel (2)Langlaufsport vieles verändert, sagt er. Die Firma wurde 1963 gegründet, die ersten Bretter wurden aus Eschenholz gefertigt. 1964 brachte Plenk den sogenannten „Wanderski“ heraus. Antons Bruder, Jochen Plenk, galt als der Tüftler in der Firma. Er experimentierte mit PK-Schaum – schließlich gelang es ihm nach einigen Rückschlägen den ersten Langlaufski mit Kunststoff im Rennbereich zu fertigen. In dieser Zeit entstand auch die Idee des Skiwanderns in Ruhpolding. „Die Teilnehmer hatten ihren Spaß und haben im Ziel eine Urkunde mit Foto bekommen“, erinnert sich der 82-Jährige.
Das bedeutete für den Ruhpoldinger Fotografen Johannes Wanke absolute Höchstleistung. Von jedem Teilnehmer schoss er ein Foto. Damals mussten die Bilder noch entwickelt  und dann rechtzeitig zur Siegerehrung gebracht werden. Mit der Chiemgau Team Trophy schließt sich für Anton Plenk ein Kreis. Wenn am 25. Januar 2015 der Startschuss dazu fällt, dann ist es fast auf dem Tag 50 Jahre her, dass in Ruhpolding der erste Volksskilanglauf aus der Taufe gehoben wurde. „Das freut mich sehr“, sagt Anton Plenk und verrät auch gleich sein nächstes Ziel. Er will 2020 beim 100-jährigen Jubiläum seines SC Ruhpolding dabei sein. „Dann bin ich 88 Jahre alt“, meint er augenzwinkernd.

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