Weniger Strecke, genauso gute Stimmung: Dass die 6. Bioteaque Chiemgau Team Trophy stattfinden konnte, war wohl die wichtigste Nachricht der vergangenen Woche für die Skilanglauf-Fans in Bayern. Denn die Vorzeichen waren alles andere als optimal. Der wenige Schnee der vergangenen Wochen hat den Ausfall für viele andere Wintersportevents bedeutet. Nicht so im Chiemgau. Die Organisatoren des Genusslanglaufs im Chiemgau haben zusammen mit den drei eigentlichen Austragungsorten – Inzell, Ruhpolding und Reit im Winkl – alles daran gesetzt, dass der Event möglich wurde.

„Wir sind froh, dass wir solche Verhältnisse präsentieren können“, sagte Reit im Winkls Bürgermeister Josef Heigenhauser vor dem Start. Und das Wetter spielte am Sonntag auch richtig gut mit. Zum einen war im Vorfeld doch noch etwas Schnee gefallen und der angekündigte Regen blieb aus. So konnten die rund 1000 Langläuferinnen und Langläufer zusammen mit der Sonne, die am Morgen nach und nach den Nebel verdrängte, auf die Loipe gehen. Allerdings stand nicht die übliche 42-Kilometer-Strecke von Inzell über Ruhpolding nach Reit im Winkl auf dem Programm, sondern ein etwa zehn Kilometer kürzerer Rundkurs von Reit im Winkl über die Sachenbacher Alm und zurück.

Zahlreiche Promis am Start

Im Starterfeld fanden sich auch wieder viele bekannte und prominente Gesichter: Biathlon-Weltcup-Starterin Marion Deigentesch war ebenso dabei wie Biathlon-Legende Fritz Fischer, ZDF-Moderatorin Annika Zimmermann, der ehemalige Radrennfahrer Hartmut Bölts, Eisschwimm-Weltmeister Christoph Wandratsch und die Profi-Triathleten Maxi Kirmeier, Sebastian Neef und Julian Erhardt sowie Schirmfrau Kathrin Hitzer. Die ist von Anfang an Fan der Bioteaque Chiemgau Team Trophy und bringt deren Reiz auf den Punkt: „Ich habe schon so viele Rennen mitgemacht und immer steht die Schinderei im Fokus, aber hier vor allem das Come-together und der Genuss. Das ist das Schöne an der Bioteaque Chiemgau Team Trophy!“

Genuss- und Erlebnis im Fokus

So geht es im Chiemgau nicht um Bestzeiten, sondern um den sportlichen und kulinarischen Genuss. Immer wieder sind an der von den zahlreichen Helfern bestens präparierten Strecke Schmankerlstationen, an denen man es sich gut gehen lassen kann mit Bratwürstl und Grillkäse oder dem berühmten Stachelbier. „Das war ein totaler Genusslauf und zusammen mit meinen Freunden und bei dem Wetter hat das richtig Spaß gemacht“, bestätigte auch Profi-Biathletin Deigentesch im Ziel, die im vergangenen Jahr zur Gold-Staffel in Ruhpolding gehörte.
Wenn auch die schnellsten Sportlerinnen und Sportler nicht ausgezeichnet wurden, gab es Ehrungen bei der 6. Bioteaque Chiemgau Team Trophy: Die Bioteaque stellte das größte Team und die Mannschaft des Freiburger Rugby-Clubs war erneut das „kreativste Team“. Sie waren als Zwerge verkleidet angetreten und haben damit ihren Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen können.

Dass die Strecke verkürzt werden musste, tat der Stimmung auf jeden Fall keinen Abbruch. Im Ziel sah man durchweg erschöpfte, aber strahlende Gesichter. Und auch die Orte, die diesmal nicht dabei sein konnten, waren glücklich Teil des Events sein zu können – und blickten schon auf den Winter 2021. „Es gibt ja immer wieder ein nächstes Jahr“, so Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler ganz pragmatisch.

Die Anmeldung für die 7. Bioteaque Chiemgau Team Trophy öffnet in den nächsten Wochen.