Die Bioteaque Chiemgau Team Trophy möchte eine Vorreiterrolle für Großevents sein. Erstmalig werden in diesem Jahr auf der Strecke keine Papier- oder Plastikbecher mehr ausgegeben. Stattdessen bringt jeder Sportler sein eigenes Trinkgefäß mit. Im Rahmen der Umwelt-Initiative wurde auch eine Partnerschaft mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. geschlossen. Die Sportler, der kein Gefäß mitbringen möchten, können am Eventwochenende eine Bioteaque Chiemgau Team Trophy Emailletasse erwerben und damit gleich doppelt Gutes tun. Für je 10 Euro gibt es die Sammeltasse, die an jeder Genuss-Station von den freiwilligen Helfern befüllt wird. Zwei Euro des Erlös der Sammeltasse gehen an den Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. 

Wir haben uns mit dem Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., Alf Pille, unterhalten.

Hallo Herr Pille,

der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. ist Partner der Bioteaque Chiemgau Team Trophy. Was ist ihr momentan größtes Projekt in der Region Chiemgau?

Als bayerischer Naturschutzverband konzentrieren wir alle Kräfte darauf, den Artenschwund hier in Bayern zu stoppen. Ein Baustein dafür ist der Ankauf von Flächen, auf denen sich die Natur ungestört entwickeln kann. Eine dieser Flächen liegt im Grabenstätter Moor. Sie wurde bisher intensiv landwirtschaftlich bewirtschaftet, doch Gülle und Pestizide haben nun ein Ende: Mit viel Geld und Arbeit werden wir sie renaturieren und zu einem kleinen Paradies umwandeln.  

Kur Cafe, einmalig

Zwei Euro des Erlös der Bioteaque Chiemgau Team Trophy Sammeltasse gehen an ihre Organisation. Wofür werden die Gelder eingesetzt?

Aktuell brauchen wir eine neue, leistungsstarke Motorsäge, um zugewachsene Flächen im Chiemgau wieder freizustellen. Dann können sich sonnenliebende Schmetterlinge und Orchideen wieder ausbreiten. Dafür können wir die Gelder gerade super brauchen.

Umweltschutz und Sport – passt das überhaupt zusammen?

Klar, beides findet draußen statt und Naturschützer und Sportler lieben beide die Natur. Und viele LBVler, die ich kenne, sind richtig gute Sportler.

Wir möchten unsere Teilnehmer gerne zu umweltbewusstem Leben und Umgang mit Ressourcen motivieren. Welche drei Dinge setzen Sie selbst im Alltag um?

Ich finde Ihre Frage nach drei Dingen gut, weil man nicht immer alles gleichzeitig machen und super konsequent leben kann. Aber mit dem Einkaufskorb kann man schon viel tun, drum kaufen wir zuhause praktisch nur bio und vermeiden Fleischprodukte und Plastik. Im Garten lassen wir viele Ecken einfach wuchern, füttern die Vögel und unsere Töchter haben den Zaun durchgängig gemacht für Igel. Und – auch wenn das vielleicht komisch klingt – ich spende an den LBV, weil die Kolleginnen und Kollegen hier wirklich gute Arbeit machen. 

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